Ihr Strafverteidiger für das Oktoberfest

Das Strafrecht ist ein juristisches Spezialgebiet und bedarf daher auch besonderer Expertise. Ein Strafverfahren ist für jeden Betroffenen sehr belastend und kann sich über viele Monate hinweg ziehen. Die Ungewissheit und auch die Bedeutsamkeit eines Strafprozesses für den einzelnen Betroffenen bedürfen einer besonderen Betreuung. Von der Mandatsannahme an, bis über den Gerichtsprozess hinaus sind wir als Kanzlei für unsere Mandanten da. Wir pflegen ein vertrauensvolles Verhältnis und legen dabei höchsten Wert auf Loyalität und Zuverlässigkeit. Wir sind auf die Strafverteidigung spezialisiert und wissen, um die Besonderheiten und Tücken eines Strafverfahrens. Wir sehen uns dabei nicht als Richter über das Verhalten der Mandanten, sondern als starker Partner in einer Ausnahmesituation. 

Auf dem Oktoberfest angezeigt. Was kann ich tun?

Statistiken zufolge werden jährlich im Rahmen des international bekannten Münchener Volksfests, dem Oktoberfest oder auch Wiesn, das viele Millionen Menschen besuchen, mehrere tausend Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Oft werden im Eifer des Gefechts Aussagen getätigt, die im Nachgang nur schwer oder gar nicht mehr korrigiert werden können. Im schlimmsten Fall werden einem die Aussagen aus dem Affekt zum Verhängnis. Resultierend daraus ist es zum Selbstschutz von äußerster Wichtigkeit vom Schweigerecht Gebrauch zu machen und erstmal keine Angaben zur Sache zu machen ohne vorerst mit einem spezialisierten Strafverteidiger gesprochen zu haben. Rechtlich ist man nur verpflichtet Angaben zur Identität zu machen. Alles darüber hinaus kann und wird gegen einen verwendet werden. In einer solchen Ausnahmesituation ist es unerlässlich einen kühlen Kopf und die Ruhe zu bewahren, da oftmals Aussagen durch gezielte Druckausübungen provoziert werden. Eine Strafanzeige und ein damit einhergehendes Ermittlungsverfahren stellen einen massiven Eingriff in die Grundrechte eines Individuums dar und man sollte daher unbedingt zeitnah einen Strafverteidiger beauftragen. Allerdings ist wichtig hervorzuheben, dass eine Strafanzeige zu dieser Hochsaison tatsächlich noch nichts fatales bedeutet. Allein aus Kapazitätsgründen ist es den Ermittlungsbehörden unmöglich jedes Ermittlungsverfahren am Laufen zu halten und weitergehend zu ermitteln. Obacht! Nicht unüblich werden von Beschuldigten Kardinalfehler begangen, sich nicht mehr um die Angelegenheit zu kümmern, da diese in die Annahme gehen, dass das Ermittlungsverfahren ohnehin zwecks Kapazitätsengpässen nicht weitergeführt wird. Dies ist falsch und kann fatale Folgen mit sich ziehen.

Welche Taten werden häufig begangen und was bedeutet sie?

Zu den häufigsten Delikten die auf dem Oktoberfest begangen werden zählen Diebstahl, Körperverletzung, Betäubungsmitteldelikte, sexuelle Nötigung und Beleidigungen. Wir haben auf dieser Seite nochmal alle Delikte aufgeführt und diese einzeln erklärt. Besonders bei Körperverletzungen ist man schnell in einem Bereich in denen das Gesetz nur noch eine Freiheitsstrafe vorsieht, wie z.B. bei der gefährlichen Körperverletzung. Aber auch Beleidigungen und Diebstähle werden hart bestraft. Aufgrund der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und der enormen Präsenz von Polizei und Sicherheitsdienst werden extrem viele Anzeigen aufgenommen und Strafverfahren eingeleitet. Auch die Kontrollen im Bezug auf den Besitz und den Handel mit Betäubungsmitteln nehmen auf dem Oktoberfest zu. Dabei gilt es vor allem zu beachten, dass das Gesetz beim Besitz von einer nicht geringen Menge eines Betäubungsmittels (Droge) eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr vorsieht. Diese Grenze ist bei 7,5g THC oder bei 5g Kokain bereits erreicht.

Ich habe eine gefährliche Körperverletzung begangen – welche Strafe erwartet mich nun?

Das Strafgesetzbuch sieht für eine gefährliche Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. In minder schweren Fällen liegt die Strafe zwischen drei Monaten Freiheitsstrafe bis fünf Jahren Freiheitsstrafe. Eine Geldstrafe sieht § 224 StGB bei einer gefährlichen Körperverletzung nicht vor. Aufgrund des hohen Strafmaßes sollten Sie sich zeitnah an uns wenden.

Was ist Diebstahl und welche Strafe droht?

Der Diebstahl wird in § 242 des Strafgesetzbuches unter Strafe gestellt.

§ 242 StGB:
(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Wer einem anderen etwas klaut, sei es der Geldbeutel, oder sei es der Autoschlüssel kann bei einer Verurteilung eine Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren erwarten.
Das Verfahren beginnt grundsätzlich mit dem Ermittlungsverfahren, worauf die Anklageerhebung folgt. In den meisten Fällen endet es mit einer für den Angeklagten lästigen Hauptverhandlung. Es lohnt sich daher früh einen im Strafrecht erfahrenen Anwalt einzuschalten. Bestenfalls so früh wie möglich, denn es ist ein hoher Strafrahmen zu erwarten, der bei einem Diebstahl mit Waffen sogar sechs Monate bis zu 10 Jahren betragen kann. Hierfür reicht das Beisichführen eines gefährlichen Werkzeuges, beispielsweise eines objektiv gefährlichen Messers schon aus.
Außerdem kann der Anwalt schon im Ermittlungsverfahren wichtige Tipps geben bezüglich Äußerungen, beziehungsweise dem Unterlassen von Äußerungen. Denn als Beschuldigter muss man nicht aussagen und ein Anwalt, speziell ein Strafverteidiger, weiß wann es förderlich ist zu schweigen. Eine Verurteilung wegen Diebstahls sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden, denn in gewissen Fällen kann dies zu einem Eintrag ins polizeiliche Führungszeugnis führen, das von Arbeitgebern gefordert werden kann. Weiterhin lässt sich mit einem Anwalt, der sich in dem Themengebiet auskennt, das Verfahren auch oft wegen Geringfügigkeit gem. § 153 StPO einstellen.

Was ist Raub und welche Strafe droht?

Der Raub wird in § 249 des Strafgesetzbuches unter Strafe gestellt.

§ 249 StGB:
(1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
(2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.

Prinzipiell umfasst der Raub alle Elemente des Diebstahls, sowie ein qualifiziertes Nötigungsmittel, etwa die Gewalt gegen eine Person, oder die Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für die Gesundheit oder des Lebens einer Person.

Der Raub unterliegt einem hohen Strafrahmen. Werden dabei noch Qualifikationstatbestände des schweren Raubs verwirklicht, wie das Beisichführen von Waffen, oder der bandenmäßigen Begehung, so ist eine extrem lange Freiheitsstrafe möglich.
Der Strafrahmen beim einfachen Raub beträgt eine Freiheitsstrafe nicht unter 1 Jahr. In einem minder schweren Fall beträgt der Strafrahmen 6 Monate bis 5 Jahre.
Bei einem schweren Raub wird der Strafrahmen angehoben auf eine Freiheitsstrafe von nicht unter 3 Jahren oder in gewissen Fällen auch nicht unter 5 Jahren.
In solchen Fällen geht es zwangsweise um die persönliche Existenz, mit einer Geldstrafe ist es hier nicht getan. Bei solch sensiblen Themen, besonders mit einem solch hohen Strafrahmen sollte ein fachlich versierter Anwalt, der mit solchen Themen betraut ist hinzugezogen werden – bestenfalls so früh im Verfahren wie nur möglich! Dies erhöht die Chance möglicherweise freigesprochen zu werden, oder dass das Verfahren eingestellt wird. Oft kann ein guter Anwalt den Strafrahmen auch erheblich senken.

Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Sexueller Übergriff. Was genau ist das und welche Strafe droht?

Oftmals in den vorherigen Jahren des Oktoberfests wurden Frauen „begrapscht“. Fraglich ist, wie dies strafrechtlich zu werten ist. Dies wird im folgenden erläutert.

Der sexuelle Übergriff wird in § 177 Abs. 1 StGB unter Strafe gestellt.

§ 177 Abs. 1 StGB
Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt oder diese Person zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen an oder von einem Dritten bestimmt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Die sexuelle Nötigung und der Missbrauch werden in § 177 Abs. 2 StGB unter Strafe gestellt.

§ 177 Abs. 2 StGB
Ebenso wird bestraft, wer sexuelle Handlungen an einer anderen Person vornimmt oder von ihr vornehmen lässt oder diese Person zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen an oder von einem Dritten bestimmt, wenn
1. der Täter ausnutzt, dass die Person nicht in der Lage ist, einen entgegenstehenden Willen zu bilden oder zu äußern,
2. der Täter ausnutzt, dass die Person auf Grund ihres körperlichen oder psychischen Zustands in der Bildung oder Äußerung des Willens erheblich eingeschränkt ist, es sei denn, er hat sich der Zustimmung dieser Person versichert,
3. der Täter ein Überraschungsmoment ausnutzt,
4. der Täter eine Lage ausnutzt, in der dem Opfer bei Widerstand ein empfindliches Übel droht, oder
5. der Täter die Person zur Vornahme oder Duldung der sexuellen Handlung durch Drohung mit einem empfindlichen Übel genötigt hat.

Das Berühren beziehungsweise „begrapschen“ der weiblichen Brust und des Gesäßes stellt regelmäßig keine solche Straftat dar, denn die Handlungen dürfen laut § 184h StGB nicht unerheblich sein um als sexuelle Handlungen im Sinne des § 177 StGB zu gelten.

Jedoch fallen solche Taten häufig unter den Tatbestand des § 184i StGB, der sexuellen Belästigung.

§ 184i Abs. 1 StGB
Wer eine andere Person in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn nicht die Tat in anderen Vorschriften dieses Abschnitts mit schwererer Strafe bedroht ist.

Im Falle einer solchen Anklage solltest Du schnellstmöglich einen Anwalt kontaktieren. Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung können bei Verurteilung existenziell bedrohlich sein.

Eine Neuerung im Strafrecht ist, dass „Upskirting“, das Filmen von Geschlechtsteilen, nun auch unter Strafe gestellt wird. Ein Hinweis darauf erfolgt, weil gerade auch im Festzelt viel und oft gefilmt wird und eine Verurteilung aufgrunddessen auch schwerwiegende Folgen mit sich trägt.

§ 184k Abs. 2 StGB
Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1. absichtlich oder wissentlich von den Genitalien, dem Gesäß, der weiblichen Brust oder der diese Körperteile bedeckenden Unterwäsche einer anderen Person unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt, soweit diese Bereiche gegen Anblick geschützt sind,
2. eine durch eine Tat nach Nummer 1 hergestellte Bildaufnahme gebraucht oder einer dritten Person zugänglich macht oder
3. eine befugt hergestellte Bildaufnahme der in der Nummer 1 bezeichneten Art wissentlich unbefugt einer dritten Person zugänglich macht.

Was tun bei einer vorläufigen Festnahme und wann komme ich ins Polizeigewahrsam?

Bei einer vorläufigen Festnahme solltest Du unverzüglich einen fachkundigen Anwalt kontaktieren und auf keinen Fall eine Aussage tätigen. Niemals mit der Polizei reden, außer um dich anhand Deiner Personalien auszuweisen. Auch rein informelle Gespräche solltest Du unterlassen, denn es kommt häufig vor, dass entsprechende Polizeibeamte vermeintlich harmlose Fragen mit einem Hintergedanken stellen. Auf eine vorläufige Festnahme folgt Polizeigewahrsam. Nach 24 h wirst Du entweder freigelassen oder bei einem Richter vorgeführt. Mit einem Anwalt besteht eine sehr gute Chance, dass Du früher aus dem Gewahrsam entlassen wirst.

Was kann ich tun?

In einer der oben beschriebenen Situationen darfst Du nicht zögern! Du brauchst sofort einen fachkundigen Anwalt, der sich direkt professionell mit Deinem Problem befasst und Dir bestmöglich hilft! Ruf mich jederzeit unter meiner Notfallnummer (Handynummer 123) an. Da mein Kanzleisitz in München ist, bin ich schnell vor Ort, kenne die örtlichen Gepflogenheiten und kann Dir so gut wie möglich helfen!

Betäubungsmittel auf dem Oktoberfest?

In Zeiten des Oktoberfests häufen sich im Raum München auch die Anklagen wegen Kokainbesitz.
Nach § 29 des Betäubungsmittelgesetzes ist der Besitz von Kokain unter Strafe gestellt. § 29a BtMG stellt den Besitz der Nichtgeringen Menge unter Strafe. Hier wird von der Rechtsprechung häufig ein Grenzwert von 5 g reinem Kokain angewandt. Häufig kann durch einen Anwalt herausgestellt werden, dass es sich bei vermeintlichen 5 g garnicht um tatsächliche 5 g handelt, denn es geht um den reinen Wert der Substanz Cocainhydrochlorid. Dass Kokain regelmäßig nicht 100% rein und teils auch mit Streckmitteln präpariert ist, sollte kein Geheimnis sein. Hier lohnt es sich insbesondere einen Anwalt einzuschalten, da die Voraussetzung „nicht geringe Menge“ oftmals nicht gegeben ist. Bestenfalls sollte direkt ein Anwalt eingeschaltet werden und gegenüber der Polizei keine Aussage getroffen werden. Durch einen Anwalt kann aus einem ursprünglichen Strafmaß von nicht weniger als einem Jahr bis zu 15 Jahren oftmals eine erheblich geringere Strafe, wenn nicht sogar ein Freispruch erreicht werden.
Eine Anklage kann auch negative Folgen für den Führerschein haben. Mangels Eignung zum Führen eins Kraftfahrzeugs kann der Führerschein entzogen werden. Dies ist existenzbedrohend und sollte daher von einem fähigen Anwalt behandelt werden.

Solltest Du von der Polizei im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle angehalten werden, so kannst Du Blut-, Urin- sowie Alkoholtest verweigern. In einem solchen Fall lohnt es sich auch einen Anwalt einzuschalten.
Bei einer verdachtsunabhängigen Personenkontrolle außerhalb des Straßenverkehrs kannst Du – sofern Du dich durch Deinen Personalausweis oder ein anderes amtliches Dokument ausgewiesen hast – eine Durchsuchung verweigern. Auch hier ist ein Anwalt in der konkreten Situation zu Rate zu ziehen.

KO-Tropfen

Der Begriff KO-Tropfen ist vielen Menschen bekannt. Dies ist eine Flüssigkeit, so genanntes „Liquid Ecstasy“. Es kommt immer häufiger vor, dass dies in Getränke gemischt wird, um andere Personen willenslos zu machen. Die Beschreibungen der Wirkung reichen von einschläfernd bis zu enthemmend und euphorisierend. Bei einer entsprechenden Anklage mit einer Strafandrohung von 6 Monaten bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung solltest Du auf jeden Fall einen Anwalt telefonisch kontaktieren. Die Substanz ist nur kurz nachweisbar und aufgrund der verschiedenen Wirkungen ist eine Anklage zumindest anzweifelbar, besonders wenn im Blut des vermeintlichen Opfers die Substanz nicht nachgewiesen werden kann. Die Wirkungen überschneiden sich nämlich extrem mit denen von übermäßigem Alkohol- oder Drogengenuss. Ein Rechtsanwalt kann vollständige Akteneinsicht fordern und dadurch möglicherweise auch einige Tests außer Kraft setzen.

Gehen ohne zu bezahlen auf dem Oktoberfest?

Der Fachbegriff hierfür ist die „Zeche prellen“. Gehst Du, ohne deine offene Rechnung zu zahlen hast Du in der Regel einen Betrug begangen – wenn Du in der Absicht gekommen bist, nicht zu zahlen. Bei einer Anklage aufgrunddessen ist ein Anwalt mit Feingefühl vorteilhaft, denn dieser kann Dir sagen, welche Aussagen förderlich und welche Aussagen unvorteilhaft sind, denn es ist generell nicht einfach die subjektive Willensrichtung des Täters vor Gericht zu bestimmen. Oft wird dies anhand der vom vermeintlichen Täter getroffenen Aussagen bestimmt.

Schlag oder Wurf mit einem Maßkrug auf dem Oktoberfest

Nach Erfahrungsberichten kommt es beim Oktoberfest oft vor, dass Maßkrüge geworfen oder geschlagen werden. Häufig ist es dann nur Zufall, ob man in Untersuchungshaft (wegen versuchtem Totschlag) kommt, oder ob dies von den zuständigen Beamten als gefährliche Körperverletzung gewertet wird. In beiden Fällen ist ein Anwalt essenziell. Grundsätzlich beträgt das Strafmaß bei einem versuchten Totschlag nicht unter 5 Jahren. Ein erfahrener Strafverteidiger kann helfen, dass die Strafe erheblich vermindert wird. Wie bereits erklärt sieht der Strafrahmen bei einer gefährlichen Körperverletzung auch eine Freiheitsstrafe vor, die mit Hilfe eines Anwalts zur Bewährung ausgesetzt werden kann.

Unterlassene Hifleleistung auf dem Oktoberfest

Zunächst lässt sich unterscheiden zwischen der allseits bekannten unterlassenen Hilfeleistung nach § 323c StGB und dem Totschlag, beziehungsweise der Körperveletzung durch Unterlassen.

§ 323c Abs. 1 StGB
Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Täter einer Unterlassenen Hilfeleistung kann jedermann sein und ein Unglückfall kann beispielweise das Zusammenbrechen eines Betrunkenen sein. Wichtig ist hier, dass Du falls Du einer solchen beschuldigt sein solltest Du erneut keine Aussage tätigst und einen Anwalt kontaktierst.

Um Täter eines Totschlags oder einer Körperverletzung durch Unterlassen zu sein muss man sogenannter Garant sein. Eine solche Garantenpflicht kann sich durch eine Zechgemeinschaft, also mehrere Personen die gemeinsam feiern gehen, begründen. Bei einem Unterlassen einer gebotenen Handlung, die einem Tun gleichsteht kann man ohne aktiv etwas getan zu haben Beschuldigter eines Totschlags durch Unterlassen werden. Es ist auch noch nicht schlussendlich geklärt, ob eine Zechgemeinschaft in allen Fällen eine Garantenmpflicht begründet.
Hier unterscheiden sich viele Fälle im Detail und ein fachkundiger Anwalt kann hier Klarheit verschaffen und vor Gericht für einen Freispruch sorgen.

Beleidigung auf dem Oktoberfest

§ 185 StGB
Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung öffentlich, in einer Versammlung, durch Verbreiten eines Inhalts (§ 11 Absatz 3) oder mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Im Strafgesetzbuch wird die Beleidigung unter Strafe gestellt. Eine Beleidigung ist der Angriff auf die Ehre einer Person durch Kundgabe von Missachtung und erfolgt grundsätzlich verbal. Jedoch kann auch das Anspucken einer Person als Beleidigung gewertet werden. Eine solche Beleidigung ist jedoch nur auf Antrag des Opfers zu verfolgen.

Was ist das Oktoberfest?

Das Oktoberfest in München ist das weltweit größte Volksfest. Es entstand im Jahre 1810, mit der Hochzeit des Kronprinzen Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Das Oktoberfest findet seit 1810 jährlich auf der Theresienwiese in München statt. In der Münchener Sprache heißt es auch „die Wiesn“. Zu den Feierlichkeiten zum Oktoberfest gehört eine Parade mit Flaggen aus verschiedenen Ländern Hüpfburgen und verschiedenen Arten von Speisen wie Bratwurst, Brathendl, Dampfnudel, Kaiserschmarrn, Brezn, sowie auch süßes z. B. Lebkuchenherz, gebrannte Mandeln und vieles mehr. Das Oktoberfest entstand aus der Idee eines Mitglieds der bayerischen Nationalgarde Andreas Michael Dalami die Hochzeit von Prinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese mit einem großen Pferderennen zu feiern. Die Feier fand am 17 Oktober 1810 auf der Theresienwiese statt. Sie war ein großer Erfolg und wurde so zu einer jährlichen Veranstaltung. Erst Ende des 19 Jahrhunderts nahm das Oktoberfest seine heutige Form an mit Fahrgeschäften und Musikkapellen. Das Oktoberfest ist das weltweit größte Bierfest und zieht jährlich über 6 Millionen Menschen  nach München.

Was tun bei einer vorläufigen Festnahme und wann komme ich ins Polizeigewahrsam?

 

Bei einer vorläufigen Festnahme solltest Du unverzüglich einen fachkundigen Anwalt kontaktieren und auf keinen Fall vorschnell eine Aussage tätigen. Auch rein informelle Gespräche solltest Du unterlassen, denn es kommt häufig vor, dass entsprechende Polizeibeamte vermeintlich harmlose Fragen mit einem Hintergedanken stellen. Auf eine vorläufige Festnahme folgt meistens der Polizeigewahrsam. Nach 24 h wirst Du entweder freigelassen oder einem (Haft-)Richter vorgeführt. Mit einem Anwalt besteht eine sehr gute Chance, dass Du früher aus dem Gewahrsam entlassen wirst.

Was kann ich tun?

In einer der oben beschriebenen Situationen darfst Du nicht zögern! Du brauchst sofort einen fachkundigen Anwalt, der sich direkt professionell mit Deinem Problem befasst und Dir bestmöglich hilft! Ruf uns jederzeit unter der Notfallnummer (Handynummer 01727066370) an. Da unser Kanzleisitz in München ist, sind wir schnell vor Ort, kennen die örtlichen Gepflogenheiten und können Dir so gut wie möglich helfen!

Schwerpunkte

Betäubungsmittelstrafrecht

Dieses spezielle Teilgebiet des Strafrechtes ist im BtMG geregelt. Es ist geprägt durch eine Vielzahl von prozessualen Besonderheiten. Mehr

Kapitalstrafrecht

Kapitalstraftaten sind Tötungsdelikte. Verteidigung in Mord und Totschlagsprozesse braucht stets ganz besondere Kenntnisse. Mehr

Internationales Strafrecht

Grenzüberschreitende Sachverhalte. Auslieferungsabkommen und Abschiebeverfahren unterliegen speziellen Regelungen. Und bedürfen besonderer Expertise. Mehr

Aussagepsychologie

Der Zeuge ist das häufigste, aber auch das unsicherste Beweismittel. Aussage gegen Aussage. Hier helfen häufig nur fundierte Kenntnisse in der Aussagepsychologie. Mehr

Vermögensstrafrecht

Betrug, Raub, Diebstahl, Untreue. Kaum ein strafrechtliches Gebiet ist so umfangreich wie die Vermögensdelikte. Angefangen von strafrechtlichen Problemstellungen bis zu zivilrechtlichen Feinheiten. Mehr

Verkehrsstrafrecht

In diesem Zusammenhang werden häufig Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Ob bei Schadensersatz, fahrlässiger Körperverletzung oder Sachschäden braucht man einen starken Partner. Mehr